Mein Triathlon4Afrika 2013

Kurz und knapp…

  1. Mein Rennen: gut gelaufen – aber mit kleinen Hindernissen
  2. Mein Resultat: FINISHED! – mit 1:36:05 aber 11 Minuten über der angestrebten persönlichen Zielzeit
  3. Mein Resümee: eine überwältigende Erfahrung – ohne jedes ABER! – und insgesamt über 15.000 € für Afrika!

Ausführlich und mit Bildern…

  1. Das Rennen

Gemeinsam mit Reiner Straßheim vom ERF, meinem Bruder und einem guten Freund ging es am Samstag um 10.32 in der Alster los. Fünf weitere Triathleten für Afrika – mit Reiner und mir waren wir insgesamt zu siebt für Afrika unterwegs – waren entweder schon früher am Samstagmorgen gestartet (Christoph, Mathias und Tobias), bzw. sind erst am Sonntagmorgen gestartet (Hanna und Manuel).

bild-1  Foto:privat

500 m Schwimmen:

In einer Startgruppe mit 150 anderen Schwimmern mussten wir auf eine 220 m entfernte Boje zuschwimmen, um die Boje rum und dann durch einen Tunnel zum Schwimmausstieg, wo die Fotografen schon auf die mehr oder weniger erschöpften Schwimmer warteten.

Beim Schwimmstart war ich noch recht weit vorne mit dabei – vielleicht bin ich gemeinsam mit einigen anderen Schwimmern auch ein bisschen zu früh gestartet. So ging es die ersten Meter auch richtig gut, bis ich dann außer Atem kam und ab da ging es nur noch mit einer Mischung aus Kraul- und Brustschwimmen weiter.

Am Ende war die Schwimmzeit zwar eine halbe Minute besser als im letzten Jahr, aber nicht wirklich gut. Aber nichtsdestotrotz: überlebt! – und dieses Mal sogar ohne unterstützenden Neoprenanzug, weil die Alster dieses Jahr mit 24°C kuschelig warm war (Vorjahr: 17°C!).

bild-2

22 km Radeln:

Nach dem Schwimmen hieß es dann in die weltweit längste Triathlon-Wechselzone (700 m) bis zu meinem Fahrrad laufen. Der Umstieg vom Schwimmen aufs Fahrrad klappte gut und zügig. Obwohl ich eigentlich von Anfang an gut unterwegs war, wurde ich noch in der ersten Hälfte sowohl von meinem Bruder als auch von dem mitstartenden Freund überholt – was nicht nur am besseren Material der beiden lag. Reiner Straßheim war übrigens auch schon vor mir, da er – für mich echt überraschend besonders nach seiner sehr kurzen und unruhigen Nacht mit Magenproblemen – als einziger aus unserer Truppe schon vor mir aus dem Wasser gekommen war.

Dann ging es bei Radkilometer 11 auf die Kehre zu, wo die Hälfte der Radstrecke absolviert war, die umrundet werden musste, um dann den Rückweg anzutreten.

bild-3

Ich hörte ein leises Zischen, spürte ein unruhiges Vorderrad und sah, dass sich der Radschlauch des Vorderrades platt gemacht hat. Ich hatte einen Platten!

Jetzt blieben mir zwei Möglichkeiten, entweder aufgeben – wie es viele gemacht hätten, mit denen ich später darüber gesprochen habe – oder alleine vor Publikum – keiner von ihnen durfte mir helfen, weil das im Wettkampf verboten ist – den Schlauch wechseln. Für mich war klar, ich muss wechseln, denn aufgeben geht nicht. Schlauchwechseln am Vorderrad ist eigentlich ganz einfach – bis man es in einer Wettkampfsituation unter Zeitdruck und in schon etwas erschöpftem Zustand bei schweißtreibenden Temperaturen mal selbst gemacht hat. Nun kam mir zugute, was mich am Vorabend noch viel Nerven und Schlafzeit gekostet hatte: Beim abendlichen Radcheck war das Ventil am Vorderrad abgerissen und ich musste nachts um 22.30 Uhr noch den Schlauch im Hotelzimmer wechseln.

Das war mein erster Schlauchwechsel nach über 30 Jahren gewesen und ging nur mit Internetvideo und selbst damit hatte das Ganze ca. 45 – 60 Minuten gedauert. Im Rennen hat es gefühlt zwar ewig gedauert, aber objektiv war meine Gesamtradzeit am Ende nur neun Minuten schlechter als bei meinem Triathlon4Afrika im letzten Jahr. Das war definitiv mein persönlicher Weltrekord im Schlauchwechseln – und ich war Gott im Nachhinein super dankbar für die Schlauchwechselprobe am Vorabend.:-)

5 km Laufen:

Das Laufen bei warmheißen Temperaturen nach dem Radeln fiel mir dieses Mal richtig schwer – trotz wunderbarer Hamburger Kulisse, die ich beim Rennen leider so gar nicht genießen konnte.

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Ich habe tatsächlich mal kurz ans Aufhören gedacht – aber nur kurz.:) Dann habe ich mich von einer Versorgungsstelle zur nächsten gequält. Insgesamt gab es drei auf der Strecke, wo ich mich mit Wasser und anderen Getränken stärken konnte. Und irgendwann kam dann tatsächlich das Ziel in Sicht. Yes!

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2. Das Resultat

Mit 1:36:05 bin ich dann ins Ziel gekommen, als letzter unserer Vierer-Truppe, aber „I FINISHED!“ Meine angepeilte Zielzeit von 1:25:00 habe ich damit allerdings um elf Minuten verpasst.

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Foto: privat

3. Mein Resümee

Das Ziel beim weltgrößten Triathlon in Hamburg zu erreichen, war wichtig. Aber der gemeinsame Weg zum Ziel hat die Zielerreichung erst so richtig wertvoll und besonders gemacht.

Mein Resümee – das, was bei mir hängen bleibt und mich seitdem begleitet – kann ich am besten überschreiben mit den beiden Worten „Ermutigung“ und „Dank“.

Ermutigung durch viele gute, wohltuende und anspornende Worte, durch Gebete von Freunden in Europa, Afrika, Asien, Nord- und Südamerika, durch großartige Spenden von großen und kleinen Spendern, durchs Mitlaufen beim Triathlon4Afrika.

Ermutigung in vielfältiger kreativer und persönlicher Art und Weise aus der ganzen Welt. Von einer philippinischen Freundin, von einem südafrikanischen Freund, von einer indischen Freundin, von einem chilenischen Kollegen, von vielen amerikanischen Freunden, von Projekt Hannah-Betern aus aller Welt. Darunter auch ein Gedicht für die Triathleten4Afrika aus unserem Wiener TWR-Partnerbüro:

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… mit entsprechendem Video dazu (link: http://www.youtube.com/watch?v=i3rCDIPBdcA&feature=youtu.be

Jede einzelne kleine oder große Ermutigung hatte eine enorme motivierende Wirkung für mich und die Mittriathleten für Afrika. Dazu dann noch die starke Unterstützung von unseren Familie und Freunden und von Mitarbeitern im ERF – wie z.B. mit diesem Cartoon ausgedrückt:

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Die weltweite persönliche Anteilnahme und unterstützende Begleitung bei unserem Triathlon4Afrika hat mich zutiefst berührt und dankbar gemacht. Schon allein dafür hat es sich gelohnt:-)

Dank der großartigen Spendenzusagen von großen und kleinen Spendern können wir am Ende sogar wohl deutlich über 15.000 Euro in die drei Projekte in Afrika geben. Ein echter Segen für die Menschen in Afrika!

DANKE jedem einzelnen, der daran Anteil hatte, diesen Triathlon zu etwas ganz Besonderem zu machen, was wir nur gemeinsam und mit Gottes Hilfe schaffen konnten, um gemeinsam Menschen in Afrika Gutes zu tun.

Mein größter Dank geht an den Gott, der das alles möglich gemacht hat. Dass ich überhaupt an so einem Triathlon teilnehmen konnte. Dass keinem der sieben Triathlon4Afrika-Starter etwas passiert ist – obwohl u.a. ein Freund auf der Radstrecke ordentlich gestürzt ist. Dass wir mit ein bisschen Quälen in Hamburg vielen Menschen in Afrika konkrete Hoffnung und Hilfe geben können. Und dass wir dabei so viel Ermutigung und Unterstützung von Menschen weltweit erfahren haben. GOTT SEI DANK dafür!

Und wie geht es weiter mit dem Triathlon4Afrika?

Nach dem Triathlon ist vor dem Triathlon. Ich empfehle jedem, der ein wenig Ermutigung braucht, sich schon jetzt für den Triathlon4Afrika 2014 anzumelden. Egal wie du (unter Sportlern duzt man sich!) am Ende abschneidest, der Weg zum „Finished!“ lohnt sich in jedem Fall.

Bei Interesse wie das konkret aussehen kann, einfach eine E-Mail schreiben an international(at)erf.de. Es gibt schon einige neue Teilnehmer für den Triathlon4Afrika 2014.

Bist du dabei? Würde mich freuen – für dich und für Afrika.:-)

Für Interessierte gibt es hier noch weitere Infos zum Triathlon4Afrika:

See you in ….

bild-10Foto: privat

Mit sportlich-herzlichen Grüßen,

es war mir eine Freude mit euch 4 Afrika unterwegs zu sein!

Euer Thorsten

PS: Alle Fotos außer dem Cartoon und den als privat gekennzeichneten Fotos verdanke ich www.marathon-photos.com

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