Christophs Triathlon4Afrika: Weiter, immer weiter…

Jetzt liegt der diesjährige Hamburg Triathlon schon eine Weile zurück, doch die Erinnerungen sind noch immer sehr lebendig! Eine beeindruckende Grenzerfahrung im Herzen der norddeutschen Großstadt bei strahlend blauem Himmel und fantastischer Zuschauerkulisse (300.000 Zuschauer am gesamten Wochenende)!

Die lange Vorbereitungszeit und die kontinuierlichen Trainingseinheiten haben sich am Ende bezahlt gemacht. Nicht nur der persönliche Triumph des Überquerens der Ziellinie, sondern auch jeder gespendete Geldbetrag lässt einen die Strapazen der letzten Wochen und Monate vergessen. Und es war echt ein harter Fight unterwegs: gegen einen immer müder werdenden Körper und gegen schier „nicht nachlassende Verfolger“.

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Swim:

So sind wir als Freunde zu viert (gemeinsam mit Tobias, Mathias und Gabriel) im privaten Wettstreit auf der Olympischen Distanz gestartet – morgens 8.00 Uhr in der ersten Startgruppe. Dank der sehr frühen Anmeldung konnten wir im ersten Startblock auf die Strecke gehen und hatten auch die besten Plätze in der Wechselzone. Bei angenehmen 24°C Wassertemperatur starteten wir ohne Neopren-Anzug (der war aufgrund der hohen Wassertemperatur verboten) in die Alster. Das war schon etwas demotivierend, da gerade ich als eher mittelmäßiger Schwimmer stark vom Auftrieb des Neo’s profitiere. Das Rennen begann dann für mich sehr schleppend: inmitten von über 100 weiteren Schwimmern muss man sich seinen Weg zu Wendeboje bahnen. Das geht nicht ohne hier und da einige Schläge und Tritte zu kassieren und auszuteilen. Da sind Geber- und Nehmerqualitäten gefragt! Ich hab dadurch fast 1/3 der Strecke gebraucht, um in meinen Rhythmus zu finden. Nach dem Durchqueren einer Brücke und dem Umrunden der Boje ging es den Weg zurück zum Ausstieg aus dem Wasser: 1,5 km Schwimmen waren geschafft! Erstaunlicherweise erreichte ich als Erster von uns Vieren die Wechselzone und ging mit leichtem Vorsprung auf die Radstrecke.

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Unsere vier Bikes aufgereiht in der Wechselzone

Bike:

Das Zeitfahren war eine coole Sache, denn wann hat man schonmal die Möglichkeit mit Highspeed durch die abgesperrte Hamburger Innenstadt zu fahren? Doch das war es auch schon mit den angenehmen Dingen: es standen noch 40 km Radstrecke bevor, die in zwei zu fahrenden Runden absolviert werden mussten. Nach nur wenigen Kilometern überholte mich dann Gabriel und wir lieferten uns ein hartes Duell mit ständigem gegenseitigen Überholen und Überholt werden. In solchen Momenten findet man nahezu unerschöpfliche Kraftreserven, die einen zu kurzzeitigen Höchstleistungen befähigen!

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Konzentriertes Anbremsen der 180°-Kurve

Run:

Zum Ende der zweiten Runde hatte ich wieder die Führung übernommen und wechselte als Erster auf die Laufstrecke. Mit dem Wissen: „Da hinten kommen noch drei Jungs, die nicht aufgeben werden!“ versuchte ich das Tempo vom Start weg hoch zu halten, um ja keinen rankommen zu lassen. Meine schon leicht krampfenden Beine verlangten mittlerweile ein sofortiges Beenden jeglicher Fortbewegung! Doch das Wissen, dass jede Minute für Afrika zählt und mit den Verfolgern im Nacken war es möglich, auch ermuntert durch die vielen Zuschauer (u.a. auch Familie und Freunde, die nach HH mitgereist waren) an der Strecke, das Letzte aus dem Körper rausholen zu können. Nach 2:38 min konnte ich die Ziellinie überqueren! Im Gegensatz zu meinem ersten Triathlon eine Verbesserung von über 7 min!

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nach dem Rennen in der Wechselzone zum Auschecken der Fahrräder

Ich bin Gott sehr dankbar für die ganze Zeit des Wettkampfs und der Vorbereitung. Neben vielen wertvollen Erfahrungen konnte man ebenso Eigenschaften wie Disziplin und Ausdauer schulen. Ich danke Gott für Bewahrung im Training & im Rennen und für einen leistungsfähigen Körper, den er geschaffen hat!

(Christoph Schilling)

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