Mein erstes Triathlonschwimmtechniktraining

Es kam als Weihnachtsgeschenk getarnt. Von meinem Bruder, den ich ansonsten sehr schätze. Habe dann schnell mit dem Trainer Stephan Vuckovic geklärt, dass der einzig für mich mögliche Termin der 28./29.12. – also schon wenige Tage nach Weihnachten – war. In Stuttgart. Kurz überlegt – angemeldet – und schon unterwegs nach Stuttgart.

IMG_0543Treffpunkt 8.45 Uhr Samstagmorgen am Parkplatz zum Inselbad Untertürkheim (Bild). Navi sagt Ankunft 9 Uhr. Dank Autobahn A5 und Audi A6 gings schneller: Ankunft 8.30 Uhr. 14 Leute – Männlein und Weiblein – nette Truppe, die meisten mit deutlich mehr Schwimm- und Triathlonerfahrung als ich – und im Schnitt auch ein paar Jahre jünger. Dann gings los. 2 Tage jeweils 2×2 Stunden Training. Davon 75% im Wasser. Eine Übung nach der anderen. Alle plausibel erklärt, aber alle auch mehr der weniger anstrengend, weil für mich ungewohnt – denn Schwimmen ist ja nicht so mein Ding. Atemübung, Übungen zur Wasserlage, zur Koordination, zur Kraft, zur Ausdauer, etc. Zwischendurch Über- und Unterwasservideoaufnahmen um mögliche Baustellen schonungslos aufzudecken. Hat bei mir auch funktioniert. Haben ordentlich Entwicklungspotential entdeckt:-) Wie z.B., dass ich den Kopf zu weit aus dem Wasser drehe, dass ich Unterwasser unterschiedlich stark mit den Armen ziehe und dass ich hintenraus zu kurz ziehe.

Natürlich versuche ich das bei den nächsten Trainingseinheiten alles umzusetzen. Klappt aber fast gar nicht, weil ich mich nicht auf so viele Baustellen gleichzeitig konzentrieren kann und weil mir irgendwann einfach die Kraft fehlt um es richtig zu machen. Immer häufiger reduziert sich mein Trainingsziel auf das Erreichen des Beckenrandes zum Ende der Übung. Zum Schluss dann noch ein paar Spaßübungen wie Badewannenrennen oder 50m Kraulen  mit 2 Rückwärtsrollen unterwegs. Was für einige ein netter Ausgleich ist, ist für mich ein unlösbares Problem. Ich beherrsche weder Rolle vorwärts geschweige den Rolle rückwärts im Wasser. Also drehe ich mich irgendwie krumm und schräg ein paar Mal Unterwasser und definiere das dann als eine Rolle a la Thorsten. Mehr geht einfach nicht mehr. Aber auch das geht vorbei und es bleibt das supercoole Gefühl überlebt zu haben. Finished!

schulterEchte äußerliche Schäden gab es keine – wenn man mal von der schmerzhaften Schulter absieht aufgund der Reibung beim Atmen immer zur gleichen (unasierten Wangen-) Seite hin (Bild) – und dem intensiven Muskelkater an Stellen, wo ich noch nie zuvor Muskelkater hatte. Ansonsten war das Training eine Supererfahrung, so dass ich jetzt gezielter an meinen Schwächen arbeiten kann – und dazu auch viele wertvolle Techniktipps vom Profi erhalten habe. Wer das selbst auch mal ausprobieren möchte, der kann sich hier mal umschauen. Da gibt es nicht nur attractive Schwimmangebote.

Sehr gut getan hat die engagierte Unterstützung von meinem Bruder –  vor während und nach den 2 Tagen. Er hatte mir ja das Training geschenkt, weil er zuvor ein noch intensiveres Training bei genau diesem Trainer durchlebt hatte – und meine Erschöpfung unterwegs deshalb bestens nachvollziehen konnte – und dabei auch ein bisschen mitgelitten hat, aber sich auch ein wenig an meinem einfach Knitterkaputtsein gefreut hat;-) Passt bro! Super Geschenk!

              

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